Pelham und Hackamore: Leitfaden für Anwendung, Unterschiede und wann sie einzusetzen sind

Das Pelham und das Hackamore sind zwei der speziellsten Gebisse im Reitsport. Beide haben spezifische Anwendungen und sind nicht für Anfänger geeignet. Hier erklären wir, wann und warum sie eingesetzt werden.

Das Pelham-Gebiss

Das Pelham ist ein doppelt wirkendes Gebiss: Es wirkt gleichzeitig wie ein Trensengebiss (direkte Zügelwirkung) und wie ein Hebelgebiss. Es wird mit zwei Zügeln oder einem Verbinder (Couplee) verwendet.

  • Wann Pelham verwenden: Pferde, die mehr Kontrolle benötigen als mit einer Trense, sich aber nicht gut an eine vollständige Kandare anpassen. Sehr häufig im Springreiten verwendet.
  • Wer sollte es verwenden: Reiter mit stabilen und erfahrenen Händen. Nichts für Anfänger.
  • Disziplinen: Springreiten (sehr beliebt), Polo, Jagdreiten.

Das Hackamore (gebisslos)

Das Hackamore wirkt ohne jegliches Element im Maul des Pferdes. Der Druck wird auf Nase und Genick durch ein mechanisches Teil ausgeübt.

  • Wann Hackamore verwenden: Pferde mit Maulproblemen (Wunden, extreme Empfindlichkeit) oder die jegliches Metall im Maul ablehnen.
  • Typen: Mechanisches Hackamore (Hebelwirkung) und weiches Hackamore (ohne Hebelwirkung, Bosal-Typ).
  • Reglement: In einigen Springreitdisziplinen erlaubt. In der FEI-Dressur verboten.

Kurzer Vergleich

Pelham Hackamore
Wirkung auf Maul (doppelt) Nase und Genick
Zügel 2 Zügel oder Couplee 1 Zügel
Reiterniveau Mittelstufe-Fortgeschritten Fortgeschritten oder spezifischer Bedarf

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