Losino-Pferd: die Rasse aus den Merindades von Burgos
Das Losino-Pferd ist eine autochthone Rasse aus dem Norden von Burgos, die ihren Namen vom Losa-Tal hat. Es ist auch als „Caballo de las Merindades“ bekannt. Es ist ein Rappe von geringem Stockmaß und lebhaftem Temperament, der heute vor allem im Berg-Reittourismus sowie im Kinder- und Jugendreitsport eingesetzt wird. Dieses Datenblatt enthält die offiziellen Angaben aus dem Rassenkatalog des Ministeriums für Landwirtschaft, Fischerei und Ernährung.
Grundlegende Daten
| Name | Losina; auch „Caballo de las Merindades“ |
|---|---|
| Klassifizierung | Autochthone Rasse |
| Herkunft | Valle de Losa und die Region Las Merindades (Burgos) |
| Widerristhöhe | 140 cm bei Hengsten und 130 cm bei Stuten |
| Gewicht | 350 kg bei Hengsten und 300 kg bei Stuten |
| Fellfarbe | Schwarz, mit der Variante „Morcillo“ (dunkelbraun/schwarz) |
| Hauptnutzung | Arbeit; auch Sport und Freizeit |
Herkunft
Dem Ministerium zufolge gibt es zwei Theorien zu seinem Ursprung. Die monophyletische Theorie bringt es mit dem ursprünglichen Przewalski-Pferd in Verbindung. Die polyphyletische Theorie, die von der Mehrheit vertreten wird, leitet es von Kreuzungen zwischen keltischen Pferden und den Wildpferdepopulationen ab, die die Halbinsel bewohnten. Die Höhlenmalereien von Ojo Guareña in der Merindad de Sotoscueva lassen darauf schließen, dass das Losino bereits seit sehr alten Zeiten ein eigenständiger Pferdetyp ist.
Heute gibt es zwei große Zuchtgebiete: das Valle de Losa und Mena in den Merindades sowie die Montes Obarenes bei Pancorbo.
Erscheinungsbild: Morphologie
- Gesamteindruck: Eumetrisch und mediolinar, d. h. von mittlerem Gewicht und Proportionen.
- Kopf: Wohlproportioniert und fein gezeichnet, gerades Profil mit einer leichten „S“-Wölbung und kleinen Ohren. Der Hals ist kräftig.
- Körper: Breite Brust, breiter und leicht gesattelter Rücken sowie eine abgerundete, abfallende Kruppe mit tief angesetztem Schweif.
- Gliedmaßen: Fein, mit wenig Behang.
- Fell: Schwarz, wobei die Variante „Morcillo“ zulässig ist, mit rötlichen Tönen im Sommer und dunkleren im Winter. Der Behang ist üppig und schwarz. Bei Hengsten ist ein Stern zulässig, bei Stuten ein Stern und eine Blesse. Bis zum Alter von zwei Jahren haben die Fohlen ein raues Fell, das dem von Eseln ähnelt.
Verwendungszweck
Die offizielle Hauptnutzung ist die Arbeit. Heute wird es vor allem im Berg-Reittourismus sowie im Kinder- und Jugendreitsport eingesetzt. Das Ministerium hebt seinen trittsicheren Gang und seine Effizienz in unwegsamem Gelände hervor. Einmal eingeritten, ist es gelehrig und edel und lernt schnell jede Disziplin.
Es hat auch kulturelle Bedeutung: Es ist bei Wallfahrten, lokalen Festen und traditionellen Veranstaltungen seiner Region präsent, und seine Zucht trägt zur Pflege der Weiden und zur Kontrolle des Buschwerks bei.
Zucht
Die Haltung erfolgt extensiv in bergigem, strauchreichem Gelände; eine Zufütterung erfolgt nur bei sehr harten klimatischen Bedingungen. Das Pferd ist an Temperaturen von minus zehn Grad im Winter und dreißig Grad im Sommer angepasst. Die Fortpflanzung erfolgt durch gezielten Natursprung, wobei die Hengste von den Stuten getrennt gehalten werden, um die Geburten zu planen.
Zuchtprogramm
Das Zuchtprogramm für die Losino-Pferderasse wurde durch Beschluss vom 4. Februar 2022 der Generaldirektion für landwirtschaftliche Produktion der Regierung von Kastilien und León genehmigt.
Weitere Rassen mit eigenem Datenblatt finden Sie auf unserer Seite über autochthone Pferderassen Spaniens.
Quellen
- Ministerium für Landwirtschaft, Fischerei und Ernährung. Offizieller Katalog der Viehrassen Spaniens, Losina: Allgemeine Daten, morphologische Daten, Nutzung und Haltungssystem, Produktionsdaten, Zuchtprogramm.