Wie man den richtigen Reithelm auswählt: Sicherheit, Vorschriften und Größen
Sicherheitshinweis (Juli 2026): Akzeptierte Standards und Wettkampfregeln können sich ändern. Überprüfen Sie die Kennzeichnungen des spezifischen Modells und die aktuellen Vorschriften Ihres Verbandes oder Ihrer Veranstaltung; eine Erwähnung von VG1, EN 1384, ASTM, PAS oder Snell bedeutet allein keine universelle Akzeptanz.
Der Reithelm ist das wichtigste Sicherheitselement für jeden Reiter. Ein Sturz ohne Helm kann schwerwiegende Folgen haben; ein Sturz mit dem richtigen Helm ist vielleicht nur ein Schrecken. Dieser Leitfaden hilft Ihnen bei der richtigen Wahl.
Sicherheitsnormen: Was die Prüfsiegel bedeuten
Reithelme müssen eine oder mehrere dieser Zertifizierungen tragen:
- VG1 01.040 2014-12: Spezifikation, die bei bestimmten Modellen vorhanden ist. Überprüfen Sie die aktuelle FEI-Liste und die Wettkampfregeln.
- EN1384: Klassische europäische Norm. Bei den meisten nationalen Wettbewerben akzeptiert.
- ASTM F1163: Amerikanische Norm, sehr verbreitet bei Spring- und Rodeo-Pferden.
- PAS 015: Britische Norm, sehr streng. Entspricht oder übertrifft VG1.
⚠️ Verwenden Sie niemals einen nicht zertifizierten Helm zum Reiten. Fahrrad- oder Motorradhelme sind KEIN Ersatz.
So messen Sie Ihre Helmgröße
Messen Sie mit einem flexiblen Maßband den Umfang Ihres Kopfes auf Stirnhöhe (ca. 2 cm über den Augenbrauen). Dieses Maß in Zentimetern ist Ihre Helmgröße. Wenn Sie zwischen zwei Größen liegen, wählen Sie die größere.
Beispiel für Entsprechungen:
- 52-53 cm → XS
- 54-55 cm → S
- 56-57 cm → M
- 58-59 cm → L
- 60-61 cm → XL
Richtige Passform des Helms
Ein gut sitzender Helm muss horizontal sitzen (nicht nach vorne oder hinten geneigt), darf sich beim Schütteln des Kopfes nicht bewegen, und der Kinnriemen muss zwei Finger breit vom Kinn entfernt sein. Der Helm darf an keiner Stelle drücken oder zwicken.
Wann Sie Ihren Reithelm wechseln sollten
- Alle 3-5 Jahre aufgrund natürlicher Materialermüdung
- Sofort nach einem starken Stoß, auch wenn keine äußeren Schäden sichtbar sind
- Wenn der Helm Anzeichen von Beschädigung aufweist: Risse, Verformungen, gebrochenes Visier
Helmtypen nach Disziplin
- Dressurhelm: Klassische ovale Form, glatte Oberfläche, meist schwarz. Ohne Visier oder mit sehr diskretem Visier.
- Springhelm: Mit Visier, bessere Belüftung, kann farbig oder mit dekorativen Stoffen versehen sein.
- Cross-/Endurance-Helm: Höherer Schutz, robusterer Verschluss, kurzes Visier.
- Einsteigerhelm: Verstellbar, preiswert, für die ersten Schritte im Reitsport geeignet.
Siehe unsere Auswahl an Reithelmen.