Gebrauchte Sättel: Ein Leitfaden für den sicheren Kauf
Der Kauf eines gebrauchten Sattels kann eine Ersparnis von 40-60 % bedeuten. Aber ein Sattel in schlechtem Zustand kann den Rücken des Pferdes schädigen. Hier erklären wir, wie man ihn richtig überprüft.
Warum man einen gebrauchten Sattel gut prüfen sollte
Der Baum (die innere Struktur) eines Sattels kann gebrochen oder beschädigt sein, ohne dass dies von außen sichtbar ist. Ein gebrochener Baum drückt auf die Wirbelsäule des Pferdes und kann dauerhafte Verletzungen verursachen. Kaufen Sie niemals einen gebrauchten Sattel, ohne den Baum überprüft zu haben.
So überprüfen Sie den Baum
- Halten Sie den Sattel mit einer Hand am Vorderzwiesel und mit der anderen am Hinterzwiesel fest.
- Versuchen Sie, ihn zu biegen. Ein gesunder Sattel ist steif, er gibt nicht nach.
- Drehen Sie die Enden in entgegengesetzte Richtungen. Er sollte nicht knarren oder sich verdrehen.
- Drücken Sie mit beiden Händen auf den Sitz. Er sollte nicht einsinken oder Geräusche machen.
Was man sonst noch prüfen sollte
| Element | Worauf achten |
|---|---|
| Leder | Keine tiefen Risse, flexibel, nicht ausgetrocknet |
| Nähte | Intakt, nicht ausgefranst |
| Gurtstrippen | Kein Verschleiß an den Schnallenlöchern |
| Sattelblätter | Keine dauerhaften Verformungen |
| Sitz | Gleichmäßige Polsterung, keine Vertiefungen |
Orientierungspreis gebraucht
Ein neuer Ledersattel mittlerer Qualität kostet 600-1.200 €. Gebraucht in gutem Zustand, zwischen 200-500 €. Wenn für einen Sattel ohne Garantie mehr als 60 % des Neupreises verlangt wird, lohnt sich der Kauf im Vergleich zu einem neuen Sattel wahrscheinlich nicht.