Kohäsive Bandagen für Pferde: Wann man sie verwendet und wie man sie anlegt

Kohäsive Bandagen gehören zu den vielseitigsten Produkten in der Reitapotheke. Im Gegensatz zu herkömmlichen Polobandagen haften sie an sich selbst, ohne am Pferdehaar zu kleben. Hier erklären wir, wann und wie man sie verwendet.

Was ist eine kohäsive Bandage?

Es ist eine Art elastischer Verband, der an sich selbst haftet, aber nicht an Haut oder Haaren. Er ermöglicht einen gleichmäßigen Druck, ohne dass die Gefahr besteht, dass er während der Bewegung verrutscht oder sich löst. Die bekanntesten sind Vetrap und ähnliche Produkte.

Wann kohäsive Bandagen verwenden

  • Notfälle: Zum Fixieren von Kompressen oder Watteverbänden bis zum Eintreffen des Tierarztes.
  • Leichte Verletzungen: Kleine Schnitte oder Schürfwunden, die Schutz benötigen.
  • Nach dem Training: Für Pferde mit warmen Sehnen (immer über Baumwolle).
  • Gelenkunterstützung: Nur nach tierärztlicher Anweisung. Eine falsche Bandagierung kann mehr Schaden als Nutzen verursachen.

Wie man eine kohäsive Bandage richtig anlegt

  1. Zuerst eine saubere, trockene Watteunterlage anlegen.
  2. Die Bandagierung vom Fesselgelenk aufwärts beginnen.
  3. Bei jeder Wicklung 2/3 der vorherigen Wicklung überlappen.
  4. Nicht zu fest ziehen: Die Bandage sollte fest, aber nicht komprimierend sein.
  5. Mit mehreren Wicklungen am oberen Ende abschließen und den Rand umschlagen.

⚠️ Eine zu feste Bandage kann Gewebenekrose verursachen. Im Zweifelsfall kontaktieren Sie Ihren Tierarzt.

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