Leitfaden zur Auswahl des richtigen Reithelms

So wählen Sie einen Reithelm aus

Der Helm ist eines der wichtigsten Sicherheitsmerkmale für jeden Reiter. Er sollte nicht nur nach ästhetischen Gesichtspunkten gewählt werden, sondern nach Passform, der vom Hersteller angegebenen Zertifizierung, Komfort und Verwendungszweck. Sobald Sie Ihre Größe kennen, können Sie sich alle Reithelme im Shop ansehen.

1. Größe und Passform prüfen

Messen Sie den Kopfumfang auf Höhe der Stirn und vergleichen Sie den Wert mit der Größentabelle des Herstellers. Der Helm sollte fest sitzen, keine Druckstellen verursachen und sich nicht bewegen, wenn Sie den Kopf neigen.

2. Sicherheitsinformationen des Herstellers prüfen

Vergewissern Sie sich vor dem Kauf, dass der Helm seine Zertifizierung oder die geltende Norm, das Herstellungsdatum (sofern verfügbar) sowie Anweisungen zu Gebrauch und Pflege deutlich ausweist.

3. Auswahl nach Disziplin und Nutzungshäufigkeit

Bei häufiger Nutzung sollten Belüftung, Leichtigkeit, ein präzises Anpassungssystem und die einfache Reinigung im Vordergrund stehen. Für den Turniersport beachten Sie bitte zusätzlich die Anforderungen des entsprechenden Regelwerks.

4. Wann muss der Helm ersetzt werden?

Wenn der Helm einen starken Stoß erhalten hat, Risse oder Verformungen aufweist oder das Verschlusssystem nicht richtig funktioniert, muss er ersetzt werden. Auch wenn er äußerlich intakt aussieht, kann die Schutzfunktion der inneren Struktur beeinträchtigt sein.

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Häufig gestellte Fragen

Sollte ein neuer Helm eng sitzen?

Er sollte weder schmerzen noch übermäßigen Druck ausüben. Er muss gut sitzen, darf aber nicht rutschen oder Spiel haben.

Kann ich einen Helm nach einem Sturz weiterverwenden?

Wenn der Helm bei einem Sturz aufprallte, wird empfohlen, ihn zu ersetzen oder den Hersteller zu kontaktieren. Die innere Sicherheit kann beeinträchtigt sein.


Redaktionelle Ergänzung

Helmarten nach Disziplin

Springhelme legen oft Wert auf Belüftung und Widerstandsfähigkeit gegen schräge Aufprallkräfte. Dressurhelme setzen auf eine schlichte Ästhetik. Modelle für Distanz- und Geländereiten bieten maximale Belüftung und oft einen breiten Schirm. Polohelme verfügen über eine spezielle Struktur mit Gesichtsschutz. Obwohl die grundlegende Zertifizierung gleich ist, sind die Details an den jeweiligen Einsatz angepasst.

Wichtige Zertifizierungen

In Europa gibt es verschiedene Standards und Kennzeichnungen; prüfen Sie die vom Hersteller für das jeweilige Modell deklarierten Angaben. Es empfiehlt sich zu prüfen, ob der Helm das Siegel im Inneren trägt, sowie das Herstellungsdatum, da das Dämpfungsmaterial altert. Andere internationale Normen (ASTM, PAS) sind akzeptabel, sofern sie vom Hersteller nachgewiesen werden.

Wann der Helm ersetzt werden sollte

Nach einem Sturz mit Aufprall, selbst wenn er optisch intakt scheint. Wenn er Risse im Futter oder an der Außenschale aufweist. Wenn er älter als 5 Jahre ab Herstellungsdatum ist. Wenn er durch abgenutzte Polster zu locker sitzt. Ein veralteter Helm vermittelt ein falsches Sicherheitsgefühl und ist einer der kostspieligsten Fehler, die man in Ställen sieht.

Häufig gestellte Fragen

Gibt es Helme für Personen mit hochgesteckten Haaren?

Ja, viele moderne Modelle bieten Platz für einen tiefen Dutt oder einen Pferdeschwanz. Es empfiehlt sich, sie vor dem Kauf mit der entsprechenden Frisur anzuprobieren.

Helm mit oder ohne Schirm?

Für das Springreiten und den Allround-Gebrauch mit Schirm. Für die Dressur bei Turnieren ohne oder mit sehr kleinem Schirm. Für das Gelände und Distanzreiten ist ein breiter Schirm bei starkem Sonnenschein sinnvoll.

Beeinflusst das Gewicht des Helms den Komfort?

Ja. Ein sehr schwerer Helm belastet bei langen Trainingseinheiten den Nacken. Moderne Modelle reduzieren das Gewicht, ohne den Schutz zu beeinträchtigen.


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