Hufrehe beim Pferd: Ursachen, Anzeichen und Vorbeugung

Aufklärungsbeitrag. Er ersetzt weder die Diagnose noch die Behandlung durch einen Tierarzt. Bei jeglichen Anzeichen einer Krankheit sollte immer ein Fachmann konsultiert werden.

Hufrehe ist eine der gefürchtetsten Erkrankungen bei Pferden aufgrund der Schmerzen und der möglichen irreversiblen Folgen. Die Kenntnis der Ursachen, das Erkennen der ersten Anzeichen und die Anwendung von Präventionsmaßnahmen sind für jeden Pferdebesitzer unerlässlich. Dieser informative Leitfaden fasst das Wesentliche zusammen.

Was ist Hufrehe?

Hufrehe ist eine Entzündung der Huflederhautlamellen, die das Hufbein mit der inneren Hufwand verbinden. Wenn diese Lamellen versagen, kann sich das Hufbein im Huf senken oder rotieren, was schwerwiegende und manchmal dauerhafte Folgen hat. Sie ist extrem schmerzhaft und gilt als tiermedizinischer Notfall.

Ursachen und Risikofaktoren

Zu den häufigsten Ursachen gehören übermäßiger Grasfraß mit hohem Zuckergehalt (typisch im Frühling), Getreide-reiche Fütterung, Stoffwechselstörungen (Equines Metabolisches Syndrom, Cushing), Überlastung eines Gliedes aufgrund einer Verletzung des gegenüberliegenden Gliedes und bestimmte Infektionen. Ponys und Pferde mit Übergewicht oder einer Tendenz zur Gewichtszunahme sind besonders anfällig.

Wie man sie erkennt

Typische Anzeichen: Das Pferd sträubt sich gegen Bewegung, nimmt eine charakteristische Haltung ein, bei der es das Gewicht nach hinten verlagert, um die Vorderbeine zu entlasten, zeigt Schmerzen beim Drehen, legt sich möglicherweise häufiger hin als üblich und weist einen erhöhten Digitalpuls sowie Wärme in den Hufen auf. Bei diesen Anzeichen sollte man nicht zögern: Es ist Zeit, sofort den Tierarzt zu rufen.

Prävention

Die Prävention basiert auf Gewichtskontrolle, einer geeigneten, zucker- und stärkearmen Diät für Risikotiere, schrittweiser Einführung auf Frühlingsweiden, regelmäßiger Bewegung und Überwachung von Pferden mit Stoffwechselstörungen. Eine gute Hufpflege und regelmäßige Untersuchungen vervollständigen die Prävention.

Prognose und Management

Die Prognose hängt vom Schweregrad und der Schnelligkeit des Eingreifens ab. Leichte, rechtzeitig erkannte Fälle können gut heilen; schwere Fälle mit Rotation des Hufbeins erfordern ein langfristiges Management und hinterlassen manchmal Folgeschäden. Die Behandlung, immer tierärztlich, kombiniert Schmerzkontrolle, Hufmanagement (mit orthopädischem Beschlag) und Korrektur der zugrunde liegenden Ursache.

Häufig gestellte Fragen

Ist Hufrehe heilbar?

Das hängt vom Schweregrad ab. Frühzeitig erkannt und behandelt, erholen sich viele Pferde; schwere Fälle können Folgeschäden hinterlassen. Frühes tierärztliches Eingreifen ist entscheidend.

Warum gibt es im Frühjahr mehr Fälle?

Weil das neue Gras sehr zuckerreich ist, was bei prädisponierten Pferden Hufrehe auslösen kann. Die Einführung auf die Weide sollte schrittweise erfolgen.

Welche Pferde haben das höchste Risiko?

Ponys und Pferde mit Übergewicht oder Stoffwechselstörungen (Equines Metabolisches Syndrom, Cushing) sind am anfälligsten.


Verwandte Fragen

Alle Anleitungen von Rincón del Valle ansehen