Kraftfutter vs. Raufutter: Was sollte die Grundlage der Ernährung sein?

Eine häufige Verwechslung bei der Pferdefütterung ist die Rolle von Kraftfutter im Vergleich zu Raufutter. Einige Besitzer überfüttern mit Kraftfutter, da sie denken, es sei das Wichtigste, obwohl die Biologie des Pferdes das Gegenteil sagt. Dieser Vergleich erklärt, was die Grundlage sein sollte und warum.

Vergleichstabelle

Merkmal Raufutter (Heu/Gras) Mischfutter
Rolle in der Diät Grundlage Ergänzung je nach Arbeitsleistung
Empfohlener Anteil 60-100 % der Ration Nur das Notwendige
Verdauungsfunktion Erhält die Darmpassage und Darmgesundheit Liefert konzentrierte Energie und Nährstoffe
Risiko bei Überschuss Gering Kolik, Hufrehe bei übermäßigem Gebrauch
Verzehrzeit Lang (natürliches Kauen) Schnell
Unerlässlich Ja, immer Nicht immer (Freizeitpferd)

Fazit

Raufutter sollte immer die Grundlage der Pferdediät sein: zwischen 60 % und 100 % der Ration. Kraftfutter ist eine Ergänzung, die das Energiedefizit deckt, wenn die Arbeit es erfordert. Ein gut mit Raufutter versorgtes Freizeitpferd benötigt möglicherweise kein Kraftfutter. Die Umkehrung des Verhältnisses (viel Kraftfutter, wenig Raufutter) ist einer der schädlichsten Fehler im Fütterungsmanagement.

Häufig gestellte Fragen

Kann ein Pferd nur von Raufutter leben?

Viele Freizeitpferde ja, mit hochwertigem Raufutter und vielleicht einem Vitamin-Mineral-Ergänzer. Kraftfutter wird je nach Arbeitsleistung hinzugefügt.

Wie viel Kraftfutter ist zu viel?

Mehr als 2 kg pro Mahlzeit oder hohe Getreideportionen erhöhen das Kolikrisiko. Bei Bedarf auf mehrere Mahlzeiten verteilen.

Was passiert, wenn Raufutter fehlt?

Das Risiko von Geschwüren, Koliken und Stereotypien steigt. Der Zugang zu Raufutter über viele Stunden am Tag hat Priorität.


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